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Sehenswürdigkeiten

Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in unserer schönen Gemeinde. Einige Highlights stellen wir Ihnen hier detaillierter vor:

 

Der Schäfer bzw. Schnucker.

Bild Pauschale Schnucken gucken.JPG

 

Auf dem Schäferhof begrüßt Sie der "Schnucker" Matthias Schüler, mit seinen Hütehunden und dem guten Geist der Hofanlage, Frau Helma Schüler, die an den Tagen des Eintriebs den Vermarktungsstand in der Wagenremise ab 17 Uhr offen hält.
Der Eintrieb der Herde erfolgt bei gutem Wetter ab dem 1. Mai um 17.30 Uhr, außer Sontag und Montag. Hier kann man den Eintrieb und das Tränken der Herde am Gatter beobachten. Ein Gespräch mit dem Schäfer über die Arbeit mit den Heidschnucken, über die Heidepflege oder einfach über das Wetter, ist nach getaner Arbeit möglich. Wer Lust hat kann sich auch mit dem Schäfer verabreden, um einmal einen Tag mitzuwandern. Sie erreichen ihn unter der Mobilnummer 0172 - 9140918.
Der Schäfer zieht täglich mit der Herde über Grünland in die Heide. Erst das Heidekraut verursacht den angenehmen, wildartigen Geschmack des Schnuckenfleisches.

Der Verein unterhält eine Gebrauchsherde von etwa 350 Muttertieren mit Lämmern. Hinzu kommen ca. 170 Jährlinge, die als Zutreter nach einem Jahr die Herde auffüllen. Ein Muttertier steht 3 - 5 Jahre in der Herde. Die Hammel werden zum Winter und in dem darauf folgenden Jahr geschlachtet. Von den 6-8 Zuchtböcke werden im Sommer auf den Bockauktionen des Verbandes Lüneburger Heidschnuckenzüchter je 1-2 Jungböcke ersteigert. Aus der Gebrauchsherde wurde eine gekörte Stammherde mit 200 Tieren aufgebaut. Der Verein ist mit eigenen gezogenen Böcken auf der Bockauktion in Müden vertreten. Ein Drittel der Tiere wird wegen der guten Qualität privat vermarktet. Im Sommer, in der besten Futterzeit, hat die Herde 3000 bis knapp 4000 Beine.
Im Herbst wandert der Schäfer mit der Herde rund um Neuenkirchen und weidet die Felder von überständigem Futter noch einmal gründlich ab. Von Weihnachten bis Ostern, während der Ablammzeit, steht die Herde bis auf wenige Tage im Stall. Die Tiere erhalten während der Stallzeit nur Heu, Stroh , Hafer u.a. Getreide und die nötigen Mineralien für die Lämmeraufzucht.
 
 

 

Kunst in Dorf und Landschaft  - Der Springhornhof

Tony

 

In Feld, Wald und Wiesen rund um das Heidedorf Neuenkirchen lassen sich mehr als dreissig Skulpturen und Installationen namhafter Künstler wie Tony Cragg, Elmgreen & Dragset und Claus Bury entdecken. Die Spiegelinstallation „Himmel und Erde“ von Valerij Bugrov, der imposante „Windberg“ von Jean Clarebout oder Ulrich Ellers „Hörstein“ eröffnen reizvolle neue Perspektiven auf Dorf, Natur und Landschaft. Das Projekt KUNST-LANDSCHAFT des Kunstvereins Springhornhof zählt damit zu den führenden Landschaftskunstprojekten Europas.

Leihfahrräder, Lagepläne und Informationen erhalten Besucher im Springhornhof. Mitten im Ort, nur wenige Schritte von Kirche und Rathaus entfernt, zeigt der Kunstverein in den ehemaligen Stallungen einer historischen Hofanlage Ausstellungen mit Werken junger Kunst. Ob Malerei, Skulptur, Fotografie oder Videokunst, hier herrscht die Lust am Experiment und die Neugier darauf, wie junge Künstler die Welt sehen.

 

Windmühle Sprengel

Mühle

 

 Die Windmühle Sprengel wurde 1877 auf dem Mühlenberg als Galerieholländer von Hinrich Leverenz erbaut. Er war zuvor Pächter der Mühle in Weiher bei Soltau und machte sich in Sprengel selbständig. Über dem achteckigen Grundriss ließ er den Mühlenkörper bis zur drehbaren Kappe hinauf massiv aus Ziegeln aufmauern, verputzen und gusseiserne Fenster einsetzen. Das Mahlgut wurde nicht über eine Durchfahrt im Erdgeschoss angeliefert, sondern mit einem heute noch funktionsfähigen Aufzug auf die Galerie befördert. Überwiegend wurde Korn zu Mehl und Schrot verarbeitet. Um 1900 wurde der Windantrieb durch einen Benzol-Dieselmotor ergänzt, der in einem Anbau neben der Mühle stand. Der Motor wurde auch für die Lohndrescherei eingesetzt. Die Mühle verfügte über drei Mahlgänge. Der erste wurde 1950, der zweite um 1965 abgebaut; der dritte arbeitete bis 1972, in den letzten Jahren jedoch nur noch über einen elektrischen Antrieb. 1963 bauten die Eigentümer die Flügel ab, 1972 die Galerie.
Mühle und Hof gehörten der Familie Leverenz bis 1978, dann verkaufte sie die Mühle getrennt vom Anwesen zur privaten Nutzung, woraufhin die Mühle zusehends verfiel. Im Zuge der Bemühungen, die denkmalgeschützte Mühle zu erhalten, kaufte die Gemeinde mit Unterstützung des Mühlenvereins Sprengel e.V. das Bauwerk und sanierte es in den Jahren 1990 bis 1998 in Zusammenarbeit mit dem Mühlenverein und öffentlichen Geldgebern von Grund auf. Die Hofstelle wurde ebenfalls von der Gemeinde erworben und zum Dorfgemeinschaftszentrum „Mühlenhof Sprengel“ umgebaut.
Als 2002 ein Orkan die aus unbehandelter Lärche bestehenden Flügelruten zerstörte, wurden die neuen Flügel mit Flügelruten aus Stahl ausgerüstet. Die Flügelkappen sind wieder aus Aluminium; sie öffnen sich mit den zusätzlichen Bremsklappen an den Flügelenden durch die Fliehkraft automatisch. Die Spannweite beträgt 21 m, die Höhe der Mühle vom Boden bis zur Kappe 18,6 m.
2007 wurde eine Anlage zur Stromerzeugung und Einspeisung in das Versorgernetz eingebaut, die erstmalig die Eigenarten der historischen Technik berücksichtigt und einen schonenden Lauf der Mühle ermöglicht - bundes-, wenn nicht sogar europaweit eine einmalige Pilotanlage in einer historischen Windmühle. Die Mühle kann bei passendem Wetter regelmäßig und sinnvoll laufen, wenn eine Aufsichtsperson dabei ist.
Der verbliebene Mahlgang ist voll funktionstüchtig; er wird vom Müllergesellen und Mühlenwart Walter Leverenz bei Mühlenfesten und beim Schaumahlen bedient.
In der Mühle befindet sich das Trauzimmer der Gemeinde.
Besichtigung ganztägig von Frühjahr bis Herbst ohne Anmeldung. Führungen auf Anfrage.